Mittwoch, 6. Januar 2016

Weizensauerteig für Weißbrot, Pizzateig, Brötchen oder Knoblauchbaguette

Weizensauerteig kann man zuhause einfach herstellen. Dazu lässt man etwa eine Tasse Mehl mit einer Tasse lauwarmem Wasser vermischt einen Tag bei Zimmertemperatur stehen. Als Aufbewahrung eignet sich eine Schüssel von Tupperware gut, deren Deckel bei zu starker Gärung auch von allein dem Druck nachgibt. Auf keinen Fall darf man ein fest schließendes Gefäß nehmen, die Gärung erzeugt Druck. Eine einfache Schüssel mit einer Folienabdeckung genügt aber auch für diesen Zweck. Den Teig sollte man dann "füttern", das heißt, man setzt ihm, sobald man eine Gärung beobachten kann, wieder die gleichen Mengen von je einer Tasse warmem Wasser und Weizenmehl zu. Ich bevorzuge einen eher flüssigen Sauerteig, da die Zutaten auch sehr einfach zu mischen ist. Die Tupperschüssel mit verschlossenem Deckel wird nur einmal ordentlich durchgeschüttelt. Man benötigt keinen Löffel oder Rührbesen. Einsatzbereit ist der Teig etwa am dritten bis vierten Tag. Je nach Zimmertemperatur schwanken die Gärzeiten beim Ansetzen und Füttern des Weizensauerteigs von 1 bis 2 Tagen bis die Gärung stark genug ist. Bei der Verwendung des Sauerteigs nimmt man etwa 400 Gramm von der Gesamtmenge ab und gibt wieder die gleichen Mengen an Wasser und Mehl zu dem verbleibenden Rest vom Teig. Der Gärvorgang setzt intensiver ein, wenn man den Sauerteig länger in Pflege hat. Wir backen aus dem Weizensauerteig Weißbrot oder Brötchen für das Frühstück. Dafür gebe ich ein Kilo Weizenmehl in die Rührschüssel des Küchengerätes, setze die 400 Gramm Sauerteig zu, ein Päckchen Trockenhefe, einen Esslöffel Zucker, einen Teelöffel Salz, drei Esslöffel Rapsöl und lauwarmes Wasser. Man benötigt etwa 500 ml, aber es ist besser, Wasser nach Gefühl zuzugeben beim Rührvorgang bis der Teig eine gut formbare Konsistenz hat. Der Brotteig muss nun etwa 1 Stunde an warmem Ort gehen, dann formt man Brötchen, Brotlaibe oder Baguette. Diese gehen dann nochmals mindestens 30 Minuten, am besten in warmer Umgebung. Der Backvorgang bei Mittelhitze wird etwa 20 bis 35 Minuten in Anspruch nehmen, je nach Dicke der Laibe. Die Oberfläche des Brotes soll goldgelb bis hellbraun sein. Für die beliebten Knoblauchbaguettes bereite ich ein Kräuteröl vor, nach etwa 15 Minuten Backzeit schneide ich die Baguettes mit scharfem Messer zu etwa einem Drittel ein und gebe in die Schnitte gehackten frischen Knoblauch und die Ölmischung mit Salz und Oregano. Dann folgt ein weiterer Zeitabschnitt von 10 bis 15 Minuten im Backofen. Wer Rosinenbrötchen mag, kann dem Weißbrotteig eine Handvoll Rosinen vor dem Gehen zusetzen. Ich mag besonders an dem Weißbrotteig die Möglichkeit, ganz individuelle Brötchen für jeden Geschmack aus einem Teig zu zaubern. Gestern habe ich schnell Minipizzen aus dem Teig geformt und für die Kinder unterschiedlich belegt. Bei uns wird aufgrund Lauras veganer Ernährung jetzt jeden Tag gebacken, so lohnt sich der Ansatz des Weizensauerteigs auf jeden Fall. Für Sparfüchse ist das Backen des eigenen Brotes eine gute Wahl, am besten backt man im Umluftofen gleich mehrere Bleche Brot, Brötchen, Appel-Crisp und Kuchen. Die Zutaten für das eigene Brot sind sehr günstig und bewegen sich im Cent-Bereich.

Freitag, 1. Januar 2016

Vegane Energiebällchen ohne Zucker

Meine Tochter isst seit einigen Monaten nur noch vegane Kost. Um bei einem Verzicht auf Zucker und raffiniertes Öl auch auf eine ausreichende Kalorienzufuhr zu kommen, sind Energiebällchen oder -riegel eine Alternative zum Pausenbrot. Man kann die Bällchen in einem Stück in den Mund führen und hat weder Gekrümel noch klebrige Finger nach dem energiereichen Snack. Für die Schule oder für unterwegs finde ich diese Idee sehr praktisch. Ein Rezept für einfache Energiebällchen habe ich heute ausprobiert und sie sind recht gut gelungen. Man braucht dafür folgende Zutaten: 2 sehr reife Bananen eine Tasse zarte Haferflocken 100 Gramm Kokosraspel 2 Esslöffel Ahornsirup eine Handvoll Korinthen 1 Teelöffel natives Öl (Walnussöl) 200 Gramm geraspelte Mandeln In eine Schüssel gibt man die beiden geschälten Bananen, 2 Esslöffel Ahornsirup und das Öl. Diese Zutaten müssen gut mit dem Pürierstab durchgearbeitet werden. Dann gibt man die Kokosraspel, die Korinthen, die Haferflocken und etwa 150 Gramm Mandeln dazu. Die Masse verrührt man mit einem Löffel bis sie eine recht feste und formbare Konsistenz erreicht hat. Ist die Masse zu flüssig und weich, kann man mit etwas mehr Kokosflocken, Haferflocken oder Mandeln die richtige Konsistenz erreichen. Dann formt man mundgerechte Bällchen und rollt diese in geraspelten Mandeln. Die Energiebällchen müssen kühl aufbewahrt werden und sind innerhalb von zwei Tagen zu verbrauchen.

Samstag, 12. Dezember 2015

Bilder vom Baufortschritt

Hier sind einige Fotos vom Trockenbau auf dem Boden, von Abputzarbeiten im Flur im Erdgeschoss und vom Entfernen des Holzbetons im Saal im Erdgeschoss zu sehen. Michi hackt die ersten Löcher in den Holzbeton, der sich durch Feuchtigkeit gehoben hat. Die Wände sind gut abgetrocknet nach der Trockenlegung des Hauses. Es sind nur wenige feuchte Stellen zu sehen. Der alte kranke Holunderstrauch wurde heute auch gefällt und wegtransportiert. Am Hang wird Platz für einige neue Obstbäumchen. Wir haben schöne alte Sorten ausgewählt.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Apple Crisp - leckere Alternative zum Apfelkuchen

Aus unseren Lageräpfeln backe ich den Kindern gerne Apple Crisp, eine würzige und knusprige Alternative zum Apfelkuchen. Man benötigt nur einige einfache Zutaten und erhält ein Dessert, das heiß oder kalt ein Genuss ist. Ich fülle mit den Zutaten zwei flache Pyrex-Formen. Diese feuerfesten Formen können auch durch eine große Auflaufform ersetzt werden. Die Formen werden gefettet und bereitgestellt. 3 Pfund Äpfel schält man und entfernt das Kerngehäuse, dann schneidet man sie in dicke Scheiben und würzt sie mit einer halben Tasse Zucker, einem halben Teelöffel Zimt, abgeriebener Zitronenschale und zwei Teelöffeln Zitronensaft. Das Ganze rührt man gut um und lässt es etwas durchziehen während die Knusperschicht zubereitet wird. Diese Masse besteht aus einer dreiviertel Tasse Zucker, einer dreiviertel Tasse Mehl, einer halben Tasse Haferflocken, einer Prise Salz und 125 Gramm Butter. Die Mengen misst man ab und gibt sie in die Küchenmaschine. Die kalte Butter schneidet man in feine Stücke und rührt die Zutaten bis die Menge eine krümelige Masse mit der Konsistenz von Streuselmasse ergibt. Im Küchengerät dauert das nur wenige Minuten, mit den Knetwendeln des Rührgerätes braucht man länger um die Butter unterzurühren. Jetzt füllt man die Apfelstücke, die etwas Saft gezogen haben, in die flachen Formen und bedeckt sie mit der Haferflocken-Streuselmasse. Im Backofen sollen die Formen bei Mittelhitze etwa 45 Minuten backen bis die obere Schicht hellbraun wird. Ich gebe die Formen mit dem Apple Crisp beim Brotbacken mit in den Umluftherd, so spart man Energie. Serviert wird das Dessert heiß mit Vanilleeis oder kalt mit Sahne. Wir mögen es auch pur. Es ist ein preiswertes Dessert, das sich besonders günstig mit eigenem Obst herstellen lässt. Unser Umbau geht auch voran, einige Fotos von den beiden Bauplätzen auf dem Boden und im Erdgeschoss sind hier zu sehen.

Samstag, 5. Dezember 2015

Renovieren, Umräumen, Kastenfenster reparieren

Im Moment renovieren wir die Kinderzimmer, räumen den Dachboden um und reparieren nach und nach die mehr als 110 Jahre alten Kastenfenster mit viel Geduld, noch mehr Kitt und Farbe. Das winzige Igelkind, das Michi auf einer Kreuzung fand, ist gewachsen.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Kinderpunsch mit grusligen Apfelköpfen

Halloween ist zwar vorbei, aber ein würziger Kinderpunsch wird bei uns öfters auf dem Tisch stehen. Das Rezept vom Halloween-Abend kam bei den Kids sehr gut an. Damit sie es auch selbst nachkochen können schreibe ich es hier auf. Man benötigt einen Liter Sauerkirschsaft, einen Liter Johannisbeersaft, drei Mandarinen, eine Zimtstange, einige Gewürznelken und einige kleine Äpfel. Der Fruchtsaft war gekauft und dementsprechend süß, man muss keinen zusätzlichen Zucker zufügen. Die Säfte mischt man in einem großen Topf, gibt die Zimtstange, die Nelken und die geschälten und in Scheiben geschnittenen Mandarinen zu und kocht das Ganze auf. Inzwischen schält man die Äpfel, halbiert sie und entfernt das Kernhaus. Wie auf dem Foto zu sehen, schnitzt man Gesichter mit dem Messer in die Apfelhälften oder sticht mit dem Kernhausentferner Münder aus. Diese Apfelhälften gibt man in den kochenden Punsch und lässt sie einige Zeit darin ziehen. Es ist wichtig, die Temperatur so zu regeln, dass die Äpfelchen zwar weich werden, aber nicht zerfallen. Ich hab die Äpfel nur kurz aufkochen lassen und den Topf dann vom Herd genommen. Auf dem Stövchen wird so ein Punsch oder auch ein Tee lange heiß gehalten. Wir gehen dann in der Zwischenzeit noch mit den Hunden spazieren und haben beim Nachhausekommen ein leckeres Heißgetränk auf dem Tisch.

Karamell-Brotaufstrich selbstgemacht

Kinder mögen Abwechslung auf dem Brot. Wir kochen ab und zu nach einem alten Rezept unseren Karamellbrotaufstrich. Man benötigt nur eine Zutat: gezuckerte Kondensmilch. Diese füllt man in kleine Schraubgläser. Die Größe der Pestogläser bietet sich an. Diese Gläser verschließt man gut und stellt sie in einen Topf, in den man zuvor ein zusammengefaltetes Geschirrtuch gelegt hat. Dann füllt man Wasser auf bis die Gläser nur etwa zu einem Viertel aus dem Wasser ragen. Das Ganze muss dann lange kochen, man beobachtet dabei die Färbung der Masse, die sich von hellem Gelb zu einem hellen Braunton verfärben soll. Bei Bedarf füllt man heißes Wasser nach. Es braucht etwas Geduld, bei uns kochten die Karamell-Gläser ca 2 Stunden. Ist die Karamellfärbung erreicht, nimmt man den Topf vom Herd und lässt die Gläser langsam auskühlen. Die Karamell-Masse ist auf frischen Brotscheiben oder Brötchen serviert ein feiner Imbiss am Nachmittag.