Sonntag, 21. Oktober 2012

Hallimasch sorgen im Oktober für gefüllte Körbe

Der Wald bietet im Oktober eine reiche Palette an Speisepilzen, die in der Küche vielseitig verwendet werden. Hallimasch bringen Massenernten an einzelnen Holzstümpfen, sie sind besonders in jungem Zustand, wenn der Hut noch nicht voll aufgeschirmt ist, eine Delikatesse. Das Myzel dieser Pilze kann mehr als die Fläche eines Fußballfeldes bedecken. Entlang von Baumwurzeln und auf alten Baumstümpfen wachsen die Hallimasch am liebsten. Wer Glück hat, findet das Phänomen eines bis in 2 Meter Höhe mit Hallimasch bewachsenen Baumstammes, eine reiche Ernte für Pilzsammler. Das Putzen der Hallimasch beschränkt sich auf das Entfernen holziger älterer Stielteile und Fraßstellen. Der Hut wird etwas von den Schuppen befreit durch ein sanftes Abschaben mit dem Putzmesser. Gründliches Waschen genügt für die Vorbereitung der Pilze, sie sind dann fertig zum Verarbeiten. Das Abkochen der Hallimaschstücke und das Abgießen des Kochwassers macht sie bekömmlich. Sie werden nicht sofort gebraten und müssen kurz abgekocht werden. Mit Butter und Salz, Pfeffer und wenig Kümmel gebraten sind Hallimasch sehr schmackhaft, am besten schmecken sie mit gehackter Petersilie verfeinert. Kleine junge Hallimasch kann man im Ganzen verarbeiten, sie haben mehr Biss und Aroma als Champignons und sind deshalb beliebte Speisepilze. In Pilzmischgerichten verwendet man sie ebenfalls gern. Von älteren Hallimasch sind nur die Hüte zart genug für Speisezwecke, die Stiele werden mit der Zeit zu holzig und zäh. Für das Abwaschen der dunklen Schuppen auf den Pilzhüten ist ein Abtropfsieb sehr nützlich, die Hallimasch spült man in einem solchen Sieb leicht und gründlich ab.
Freizeit und Natur

Kommentare:

  1. Hallimasch kenne ich noch von früher. Als wir noch klein waren, sind wir immer mit meinem Papa Pilze sammeln gegangen.
    Die Hallimasch schmecken super im Goulasch. Das war bei uns immer Standard. :-)

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  2. Die wachsen in solchen Massen und sind auch für weniger begabte Pilzsucher einwandfrei zu bestimmen, da wundert es mich manchmal, wenn nicht noch mehr Leute in den Wald gehen zum ernten. :)
    Am Gulasch find ich sie auch lecker.

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