Freitag, 22. Juni 2012
Grauer Wulstling und Perlpilz
Bei unserem gestrigen Spaziergang durch den erzgebirgischen Wald fanden wir nicht nur Hollunderblüten
, sondern auch die ersten essbaren Pilze in diesem Jahr. Der graue Wulstling und der Perlpilz sind nach dem warmen Regen aus dem Boden geschossen. Die meisten Exemplare sind wurmbefallen, aber wir haben auch nicht intensiv gesucht und hatten nur am Rande die gut sichtbaren hellen Fruchtkörper aufgesammelt. Unser Picknick im Wald bestand aus Butterkeksen und Saft. Andere Pilzsucher, die vor uns im Wald erfolgreich Pilze sammelten, hatten auch schon Exemplare des netzstieligen Hexenröhrlings gefunden, von dem die zerschnittenen Reste noch auf dem Waldboden lagen. Die Pilzsaison beginnt, wir freuen uns schon sehr darauf. Pilze sammeln sollte man allerdings nur, wenn man die verschiedenen Sorten gut kennt und auch die giftigen Vertreter exakt bestimmen kann. Wer sich unsicher ist, sollte einen erfahrenen Pilzsammler öfter begleiten oder die geführten Pilzwanderungen der Pilzberater wahrnehmen.
Donnerstag, 21. Juni 2012
Walderdbeeren als nützlicher Bodendecker
Walderdbeeren sind nicht nur wegen ihrer Früchte beliebt, sie können auch in einer kurzen Zeit den Boden unter Großstauden und Beerensträuchern dicht bewachsen. Sie sind problemlos anzubauen und gedeihen auf jedem Boden. Neben den attraktiven weißen Blüten erfreuen im Juni die zahlreichen aromatischen Beeren, diese sind ganz einfach lecker. Frisch mit Sahne serviert, auf der Erdbeertorte, auf Eis
dekoriert oder als Dessert eingemacht in Schraubgläsern sind die Walderdbeeren ein unvergleichlicher Genuss. Wer die Beeren einmachen möchte, kann sie kurzfristig haltbar machen durch Abkochen in Zuckerwasser und sofortigem Abfüllen in Schraubgläser oder durch den normalen Prozess des Pasteurisierens lange haltbar in Einweckgläsern einkochen. Da die Beeren jedes Jahr wieder von neuem fruchten ohne Mühe zu bereiten, sind sie für Gartenliebhaber mit wenig Zeit eine gute Idee. Wer die Beerenfrüchte anbauen möchte, benötigt nur wenige Pflanzen, sie vermehren sich rasch durch Ausläufer.
Sonntag, 17. Juni 2012
Wassernutzung planen
Eine gute Planung für die Nutzung von Wasser, ob aus der Regenrinne oder aus dem Kinderschwimmbecken, macht das Gießen der Pflanzen im heißen Sommer preisgünstiger. Regenwasser für die Toilettenspülung und für die Versorgung der Garten- und Zimmerpflanzen wird in großen Behältern aufgefangen und mit einem Hauswasserwerk in separaten Leitungen dieser Nutzung zugeführt. Das Wasser aus dem Kinderplanschbecken kann für eine Zweitverwendung aufgefangen und im Garten oder im Gewächshaus zum Gießen genutzt werden. Das schmutzige Wasser aus dem Ententeich wird beim Reinigen umgefüllt in Wassertonnen, die am Gewächshaus
stehen. Dieses Wasser ist ein guter Dünger für Tomaten- und Gurkenpflanzen.

Freitag, 15. Juni 2012
Brennnesseln nutzen
Die im Garten unbeliebten Brennnesseln können auch kulinarisch aufbereitet werden und mit ihrem gesundheitsfördernden Wert viel zu einem guten Körpergefühl beitragen. Brennnessel wirkt blutreinigend, entschlackend und wird gegen Gicht, Bluthochdruck und Erschöpfungszustände eingesetzt. Ihr hoher Gehalt an Kieselsäure sorgt zudem für eine gute Versorgung von Haut, Haaren und Gelenken mit dem wertvollen Stoff. Junge Nesselspitzen mit den oberen 4 Blättern sind zart und gedünstet eine leckere und herzhafte Zugabe zu Spinat, zur Suppe oder auch zu Mangold. Wer mit Handschuhen und Schere die Nesseln schneidet, bleibt von den Hautreizungen verschont. Die Kräuter können in Bündeln zum Trocknen aufgehängt werden oder sind frisch und gewaschen kleingehackt ein Zusatz zur Suppe oder an Blattgemüse. Für eine Gewichtsreduzierung oder für eine Frühjahrskur mit Kräutern sind Brennnesseln unentbehrlich. Wer Tiere hält, kann aus den hochgeschossenen Nesseln auch ein wertvolles Heu herstellen. Sie werden in großen Bündeln kopfüber aufgehängt und trocken gelagert. Dieses Futter ist im Winter ein wertvoller Eiweißlieferant für Kaninchen oder Schafe.

Mittwoch, 13. Juni 2012
Kaltes Wetter, Schädlinge und das Warten auf den Sommer
Jedes Jahr versucht man auf`s Neue, die Kulturen alle zu einem guten Gelingen zu führen. Mit allen Tricks und wenn man viel Zeit aufbringen kann, schafft man sicher, dass kaum eine Kultur ohne Ertrag zu Buche steht. Trotzdem ist man häufig auf das Wetter, den Ausgang des relativen Schädlingsbefalls und auf die Bodenbedingungen angewiesen, damit die Pflanzen optimal gedeihen. Und trotzdem darf man sich auch trösten, jedes Unkraut, jede ertraglose Pflanze und auch die Abfälle biologischen Ursprungs kommen wieder der Fruchtbarkeit des Landes zugute, wenn man kontinuierlich seine biologischen Abfälle kompostiert
. Geschossene Radieschen können sogar als gutes Kaninchenfutter dienen, man muss nur den Blickwinkel für den Kreislauf der Natur öffnen. Wenn die Kälte der letzten Wochen die Kulturen auch sehr zurückgeworfen hat, vielleicht kommen bald einige sonnige Tage, die für einen neuen Wachstumsschub sorgen. Gurken und auch einen Teil der Hokkaido-Kürbisse habe ich noch nicht ins Freiland gepflanzt, sie warten noch in Komposttöpfen im Gewächshaus. Die Gefahr für einen Spätfrost war noch vor 14 Tagen gegeben, es schneite sogar in manchen Gebieten im Erzgebirge. Wenn der Boden sich etwas erwärmt hat, leiden die wärmeliebenden Arten nicht so extrem unter dem Umpflanzen.
Urbares Land - neue Beete anlegen
Für die Kultivierung neuer Anbauflächen gibt es ein gutes Mittel gegen Unkräuter aller Art: Man deckt die neuen Beete im Herbst oder auch mitten im Sommer vollkommen mit Mist und Dung ab, möglichst reichlich in einer hohen Schicht und kann im folgenden Frühling Kartoffeln
in diese Schicht legen. Die Bodenbewohner bearbeiten die Beete so gut, dass man auf ein Umgraben verzichten kann. Eine Lockerung der Erde mit der Grabegabel genügt um die Gräben für die Pflanzkartoffeln zu ziehen. Der Mist wird dabei zwischen den Setzlingen hochgezogen und später zum Anhäufeln genutzt. Bei Spätfrösten kann man einfach eine Folie über die Kartoffelaustriebe breiten, sie wachsen in den Vertiefungen zwischen den Misthügeln und bekommen so den besten Schutz. Sie profitieren von der Verrottungswärme und von einem Windschutz auch ohne Abdeckung.

Dienstag, 12. Juni 2012
Mist oder Dung bringen große Ernten
Mist oder Dung von Enten, Kaninchen oder Pferden und Kühen kann wesentlich zur Verbesserung der Fruchtbarkeit des Bodens beitragen. Dabei sollte man den vorhandenen Dung und Mist genau den Pflanzen zukommen lassen, die ihn auch gut vertragen. Wir decken meist ein Viertel der Beetfläche mit dem Kaninchenmist im Herbst ab, den die Kaninchenzucht der Roten Neuseeländer meiner Töchter nebenbei erzeugt. In die so vorbereitete Beetfläche werden im Frühling die Kartoffeln
ausgelegt. Für dieses Jahr war es leider zu spät, weil ich sehr in die Pflege meines schwer erkrankten behinderten Sohnes eingebunden war. Kartoffeln wird es erst nächstes Jahr wieder aus eigenem Anbau geben. Mist ist eine gute Ressource als biologischer Dünger. Dieses scheinbare Abfallprodukt ist ein wertvoller Wachstumsbeschleuniger, der über den Komposthaufen oder direkt auf der Beeterde den wuchsfreudigen Pflanzen zugute kommt. Gurken und Zucchini, sowie Kürbisse lieben abgelagerten Mist, sie sollten einen halbverrotteten Dung zur Erde zugesetzt bekommen. Im Komposthaufen als Zwischenschicht aufgesetzt bringt Mist mit seiner hohen Konzentration an Stickstoff sich gut als Verrottungshilfe für Eichen- und Buchenlaub ein. Dort lagern wir regelmäßig den überschüssigen Mist ab, wenn nicht gerade Beete vorbereitet werden, das Gewächshaus Dünger benötigt oder neue Anbauflächen aufbereitet werden.
Tee aus Brombeerblättern

Montag, 11. Juni 2012
Fichtennadelsirup und Kräutersirup selber machen
Viele Kräutersammler lassen sich zur Konservierung ihrer Schätze etwas einfallen, die alten Rezepte aus Überlieferung sind dabei Anleitung zum Selbermachen. Dabei sollte man nur Kräuter verwenden, deren Wirkungsweise einem bekannt ist. Für einen ganz besonderen Kräutersirup haben wir schon lange Erfahrungen gesammelt, einen Sirup aus Wegerich, meist Spitzwegerich, aber man kann auch Breitwegerich verwenden, einem etwas geringeren Anteil von Huflattichblättern und Thymian zur Aromatisierung. Dieser Sirup ist bei Husten ein guter Zusatz zum heißen Tee. Man drückt dazu die frischen sauberen Blätter in Schichten mit Zucker in eine Schraubflasche, stampft mit dem Stiel eines Kochlöffels die Kräuter fest und gibt für ein paar Tage immer wieder frische Kräuter und Zucker nach, bis über den Pflanzen eine Flüssigkeit stehen bleibt und die Flasche voll ist. Abgeschlossen mit dem Schraubverschluss kommen weder Insekten noch Bakterien hinein, der Zuckergehalt konserviert die Kräuter. Die Flasche sollte in der Sonne stehen und einer Gärung ausgesetzt sein über mehrere Wochen
. Nach diesem Gärprozess kann man den Sirup abgießen, abkochen und er ist einige Zeit haltbar. Ich verwende ihn meist direkt aus der Flasche und brühe auch die Kräuter nochmals auf als Tee, da sie eine hohe Konzentration an heilenden Wirkstoffen besitzen.
Dieses Jahr probiere ich dieses Rezept auch mit Fichtenaustrieben, die jungen Triebspitzen haben ein starkes Aroma. Ich bin gespannt, wie das gelingt. Bei Maria Treben kann man Rezepte nachlesen, wie sie früher verwendet wurden. Hustensirup wurde damals noch selbst hergestellt und war häufig das einzige Erkältungsheilmittel, das in den Haushalten eingesetzt wurde.
Heute sammelten die Kinder wieder Holunderblüten, Breitwegerich, Huflattich und Fichtenaustriebe mit mir. Dabei begegneten wir dem kleinen Frosch, der auf Lauras Arm fotografiert wurde und dann wieder weghüpfte. Man beachte die Löcher in der Jacke, dies war Sakura, die Häsin, die als Kaninhophase Karriere machte.
Samstag, 9. Juni 2012
Teekräuter sammeln oder anbauen

Donnerstag, 7. Juni 2012
Naturnahe Gärten als Biotop für Blindschleichen und andere Nützlinge
Mittwoch, 6. Juni 2012
Jiffy-Töpfe oder selbst gemachte Anzuchttöpfe?
Hollundersekt
Dienstag, 5. Juni 2012
Holunderblüten
Sonntag, 3. Juni 2012
Zucchini im Garten anbauen
Zucchini sind beim vierjährigen Wechselanbau nach John Seymour auf dem Beet für den gemischten Anbau zu pflanzen. Sie lieben Kompost, auch der noch nicht ganz verrottete Kompost aus Buchen- und Eichenlaub ist schon nach einem Jahr Reife für die Zucchini eine gute Mulchschicht. Die Aussaat der Gemüsekürbisse erfolgt bei uns bereits Ende März, dann bleiben die Torftöpfe mit den Jungpflanzen erst im Haus auf den Fensterbrettern, später nach dem Umpflanzen in Komposterde in größere Behälter stehen sie im Gewächshaus. Ab Mitte Mai kann man Zucchini auspflanzen ins Freiland. Bei der Anzucht starker Pflanzen ist mit einer Ernte ab Ende Mai zu rechnen. Ich verwende dabei schon ganz kleine Zucchini in der Küche, sie sind dann sehr zart und knackig und können ohne Putzreste ungeschält im Ganzen verwendet werden. Das Kernhaus ist noch nicht so weit entwickelt, dass man es entfernen muss. So verlängert sich auch die Erntezeit wesentlich. Da wir viele Pflanzen setzen, mindestens 30 Stück, können wir uns über eine große Ernte freuen, die auch für den Verbrauch im Winter eingefroren oder sauer eingelegt wird. Jungpflanzen werden gern von Schnecken heimgesucht, ein wirksamer Schutz sollte ausgebracht werden.
Dieses Jahr setzen wir die Sorte "Gold Rush" als buschig wachsende Zucchinipflanzen ein.
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