Samstag, 12. Dezember 2015
Bilder vom Baufortschritt
Hier sind einige Fotos vom Trockenbau auf dem Boden, von Abputzarbeiten im Flur im Erdgeschoss und vom Entfernen des Holzbetons im Saal im Erdgeschoss zu sehen. Michi hackt die ersten Löcher in den Holzbeton, der sich durch Feuchtigkeit gehoben hat. Die Wände sind gut abgetrocknet nach der Trockenlegung des Hauses. Es sind nur wenige feuchte Stellen zu sehen. Der alte kranke Holunderstrauch wurde heute auch gefällt und wegtransportiert. Am Hang wird Platz für einige neue Obstbäumchen. Wir haben schöne alte Sorten ausgewählt.
Donnerstag, 10. Dezember 2015
Apple Crisp - leckere Alternative zum Apfelkuchen
Aus unseren Lageräpfeln backe ich den Kindern gerne Apple Crisp, eine würzige und knusprige Alternative zum Apfelkuchen. Man benötigt nur einige einfache Zutaten und erhält ein Dessert, das heiß oder kalt ein Genuss ist.
Ich fülle mit den Zutaten zwei flache Pyrex-Formen. Diese feuerfesten Formen können auch durch eine große Auflaufform ersetzt werden. Die Formen werden gefettet und bereitgestellt.
3 Pfund Äpfel schält man und entfernt das Kerngehäuse, dann schneidet man sie in dicke Scheiben und würzt sie mit einer halben Tasse Zucker, einem halben Teelöffel Zimt, abgeriebener Zitronenschale und zwei Teelöffeln Zitronensaft. Das Ganze rührt man gut um und lässt es etwas durchziehen während die Knusperschicht zubereitet wird.
Diese Masse besteht aus einer dreiviertel Tasse Zucker, einer dreiviertel Tasse Mehl, einer halben Tasse Haferflocken, einer Prise Salz und 125 Gramm Butter. Die Mengen misst man ab und gibt sie in die Küchenmaschine. Die kalte Butter schneidet man in feine Stücke und rührt die Zutaten bis die Menge eine krümelige Masse mit der Konsistenz von Streuselmasse ergibt. Im Küchengerät dauert das nur wenige Minuten, mit den Knetwendeln des Rührgerätes braucht man länger um die Butter unterzurühren.
Jetzt füllt man die Apfelstücke, die etwas Saft gezogen haben, in die flachen Formen und bedeckt sie mit der Haferflocken-Streuselmasse. Im Backofen sollen die Formen bei Mittelhitze etwa 45 Minuten backen bis die obere Schicht hellbraun wird. Ich gebe die Formen mit dem Apple Crisp beim Brotbacken mit in den Umluftherd, so spart man Energie.
Serviert wird das Dessert heiß mit Vanilleeis oder kalt mit Sahne. Wir mögen es auch pur. Es ist ein preiswertes Dessert, das sich besonders günstig mit eigenem Obst herstellen lässt.
Unser Umbau geht auch voran, einige Fotos von den beiden Bauplätzen auf dem Boden und im Erdgeschoss sind hier zu sehen.
Samstag, 5. Dezember 2015
Renovieren, Umräumen, Kastenfenster reparieren
Im Moment renovieren wir die Kinderzimmer, räumen den Dachboden um und reparieren nach und nach die mehr als 110 Jahre alten Kastenfenster mit viel Geduld, noch mehr Kitt und Farbe.
Das winzige Igelkind, das Michi auf einer Kreuzung fand, ist gewachsen.
Mittwoch, 2. Dezember 2015
Kinderpunsch mit grusligen Apfelköpfen
Halloween ist zwar vorbei, aber ein würziger Kinderpunsch wird bei uns öfters auf dem Tisch stehen. Das Rezept vom Halloween-Abend kam bei den Kids sehr gut an. Damit sie es auch selbst nachkochen können schreibe ich es hier auf.
Man benötigt einen Liter Sauerkirschsaft, einen Liter Johannisbeersaft, drei Mandarinen, eine Zimtstange, einige Gewürznelken und einige kleine Äpfel. Der Fruchtsaft war gekauft und dementsprechend süß, man muss keinen zusätzlichen Zucker zufügen. Die Säfte mischt man in einem großen Topf, gibt die Zimtstange, die Nelken und die geschälten und in Scheiben geschnittenen Mandarinen zu und kocht das Ganze auf. Inzwischen schält man die Äpfel, halbiert sie und entfernt das Kernhaus. Wie auf dem Foto zu sehen, schnitzt man Gesichter mit dem Messer in die Apfelhälften oder sticht mit dem Kernhausentferner Münder aus. Diese Apfelhälften gibt man in den kochenden Punsch und lässt sie einige Zeit darin ziehen. Es ist wichtig, die Temperatur so zu regeln, dass die Äpfelchen zwar weich werden, aber nicht zerfallen. Ich hab die Äpfel nur kurz aufkochen lassen und den Topf dann vom Herd genommen. Auf dem Stövchen wird so ein Punsch oder auch ein Tee lange heiß gehalten. Wir gehen dann in der Zwischenzeit noch mit den Hunden spazieren und haben beim Nachhausekommen ein leckeres Heißgetränk auf dem Tisch.
Karamell-Brotaufstrich selbstgemacht
Kinder mögen Abwechslung auf dem Brot. Wir kochen ab und zu nach einem alten Rezept unseren Karamellbrotaufstrich. Man benötigt nur eine Zutat: gezuckerte Kondensmilch. Diese füllt man in kleine Schraubgläser. Die Größe der Pestogläser bietet sich an. Diese Gläser verschließt man gut und stellt sie in einen Topf, in den man zuvor ein zusammengefaltetes Geschirrtuch gelegt hat. Dann füllt man Wasser auf bis die Gläser nur etwa zu einem Viertel aus dem Wasser ragen. Das Ganze muss dann lange kochen, man beobachtet dabei die Färbung der Masse, die sich von hellem Gelb zu einem hellen Braunton verfärben soll. Bei Bedarf füllt man heißes Wasser nach. Es braucht etwas Geduld, bei uns kochten die Karamell-Gläser ca 2 Stunden.
Ist die Karamellfärbung erreicht, nimmt man den Topf vom Herd und lässt die Gläser langsam auskühlen.
Die Karamell-Masse ist auf frischen Brotscheiben oder Brötchen serviert ein feiner Imbiss am Nachmittag.
Sonntag, 22. November 2015
Schnittsellerie und andere Küchenkräuter überwintern
Schnittsellerie ist eigentlich ein Küchenkraut, das als einjährige Pflanze im Freiland gezogen wird. Das aromatische frische Kraut ist in unseren Eintopfgerichten und an der beliebten Kartoffelsuppe ein wichtiges Blattgemüse, das viel natürlichen würzigen Geschmack beibringt. Wer einmal die Zutatenliste auf der Packung der “Gemüsebrühe instant” liest oder auf den Tütensuppen wird definitiv das Selleriekraut finden. Allerdings beinhalten diese Instantprodukte meist Glutamat und Konservierungsstoffe, die wir in unserer Nahrung nicht haben wollen. Das frische Selleriekraut ernten wir das ganze Jahr über und verwenden auch die zarten Stängel mit in den Suppen. Ich habe den Schnittsellerie im Gewächshaus an der Rückwand ausgesät, dort in der Ecke steht er nun schon zur zweiten Überwinterung und versorgt uns zuverlässig mit Suppengrün. Er wächst bis zu 60 cm hoch, trotz einem langsameren Wachstum in der kalten Jahreszeit ist trotzdem immer genug frisches Blattwerk zu ernten. Mit Kompostgaben kann man die Pflanzen düngen, sie mögen keinen frischen Mist.
Eine kleinere Art der Etagenzwiebeln habe ich ebenfalls im Gewächshaus vermehrt. Draußen wurden alle Bestände von den Schnecken vernichtet, aber im geschützten Raum sind diese Zwiebeln die Lieferanten unseres Zwiebellauchs. Die jungen Zwiebeln, die an den langen flachen Schlotten wachsen, können sofort gepflanzt werden und bilden in kurzer Zeit schöne Bestände, die für eine durchgehende Erntezeit sorgen.
Petersilie säe ich ständig nach, auch unter den Stabtomaten wurden im Sommer Samen ausgebracht. Diese keimen langsam und haben nun, nachdem die Tomaten Ende Oktober das Gewächshaus geräumt haben, Platz und Licht für eine gute Entwicklung.
Erbsen und Brokkoli, Wirsing und Mangold stehen im Winter im Gewächshaus an Stelle der Gurken- und Tomatenpflanzen. Rauke, Salat, Meerrettich und Kresse liefern Blattgrün für Salate.
Um für meine Tochter, die nun ganz plötzlich zur veganen Ernährung wechselte, immer frisches Blattgrün zu ernten, habe ich kleines Wurzelgemüse beim Gemüseputzen zur Seite gelegt und im Gewächshaus eingepflanzt. Die winzigen roten Rüben, Möhren und Pastinaken können jetzt weiterwachsen und nebenbei bilden sie zartes Blattwerk, das im Winter ein rarer Genuss ist.
Sonntag, 15. November 2015
Schopftintlinge im November, Brotgewürz Wiesenbärenklau und ein Bild von Jo, wie die junge Taube badet
Die warme Witterung im November hat Pilze wachsen lassen, die wir sonst nur im Sommer gefunden haben. Schopftintlinge wachsen auf gedüngten Flächen, auf Wiesen und Brachen. Die sehr empfindlichen Pilze kann man nicht lagern, sie müssen sehr rasch verarbeitet werden. Die älteren Exemplare, wie im Bild zu sehen, lösen sich quasi in schwarze tintenähnliche Flüssigkeit auf. Man kann nur junge Schopftintlinge essen. Es ist wichtig, keinen Alkohol zu dem Pilzgericht zu servieren, da die Pilze in Zusammenhang mit Alkoholgenuß als leicht giftig wirkend eingeschätzt wurden.
Die weißen Fruchtkörper schießen quasi innerhalb weniger Stunden aus dem Boden. Wo man einen Pilz abgeschnitten hat, kommen oft nach zwei Tagen drei weitere hervor. Es lohnt also, sich die Stellen zu merken, wo Schopftintlinge wachsen.
Der Wiesenbärenklau ist eine sehr nützliche Pflanze. Man kann junge Blätter als Gemüse essen, das ist allgemein bekannt. Aber auch die Samen sind sehr lecker als Brotgewürz. Wir haben uns angewöhnt, unser Brot selbst zu backen, zumindest den Großteil davon. Es gibt sehr gute Backmischungen in den Supermärkten, zum Beispiel ist die Auswahl bei Lidl eine gute Alternative zu selbst gemischten Brotbackmehlen. Man muss schon einige Rezepte ausprobieren bis man seine Favoriten kennt. Bücher über Brot und Brötchen haben wir auch im Haus, wir experimentieren gern. Wenn es aber schnell gehen muss und unkompliziert ablaufen soll, dann kaufen wir Brotbackmischungen. Wir haben hier bei unserem Lidl-Markt verschiedene Mischungen zur Auswahl: Ciabatta-Brot, Bauernbrot, Sonnenblumenkernbrot, rustikales Bauernbrot. Mit einigen Samen und Gewürzen peppen wir unser Brot auf. Es ist ja wichtig, dass den Kindern auch ihr Pausenbrot schmeckt. Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Kürbiskerne, Anis, Fenchelsamen oder die selbst gesammelten Samen des Wiesenbärenklau geben dem Brot immer neue Geschmacksrichtungen. Zwiebelbrot, Kümmelbrot, Schinkenbrot oder Kräuterbrot sind Alternativen in der Geschmacksgebung. Jede Brotbackmischung kann auch in der Muffinform aufgeteilt zu attraktiven kleinen Brötchen gebacken werden. Solche Brötchen sind besonders mit einer Käseplatte kombiniert auch eine schöne Idee für eine Party.
Bei der Zugabe von getrockneten Samen des Wiesenbärenklaus ist darauf zu achten, dass die Samen entweder geschrotet werden oder im Teig mit den anderen Zutaten im Küchengerät gut zerkleinert werden. Sie schmecken sonst zu sehr vor. Die Dosierung ist daher auch eher sparsam anzusetzen.
Hier in den aktuellen Bildern ist auch ein Bild von Jo, unserer jungen, behinderten Taube zu sehen. Sie muß öfters baden, da sie durch das behinderte Beinchen auf dem Boden des Käfigs sitzt und nicht hochfliegen kann. Danny beobachtet die Tiere gern.
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