Samstag, 16. Mai 2015

Mehr Gemüse, weniger Wurst - Brotbelag ohne Purine

Im Frühling verlangt der Körper nach mehr Vitaminen und, ehrlich gesagt, nach all den Lebensmittelskandalen ist uns auch der Appetit auf Wurst und Fleisch etwas vergangen. Was soll also auf´s Brot, wenn man weniger Wurst verbrauchen möchte? Natürlich bieten sich Kräuter, Gemüse und Marmelade an. Aus dem Garten kommen jetzt frisch Schnittlauch, Zwiebellauch, Meerettichblätter, Radieschen, Kresse und Petersilie. Gehackte Kräuter kann man direkt auf die gebutterte Schnitte geben oder in Kräuterbutter servieren. Meerrettichblätter findet man auch wild wachsend. Man pflückt junge zarte Blätter für den Brotbelag, hackt die gewaschenen Blätter und salzt diese leicht. Die Radieschen schneidet man in Scheiben und gibt etwas Salz auf die Radieschenbrote. Auch eine Tomatenbutter
gewinnt mit frischen Kräutern wie Petersilie und Zwiebellauch sehr und ersetzt herzhafte Brotbelage wie Wurst. Gesünder und preisgünstiger als Wurst sind diese Brotbelage eine gute Wahl. Kinder mögen gerne auch Bananenscheiben auf dem Brot, diese zuckerfreie Variante an süßem Brotbelag bietet Vorteile gegenüber Marmelade. Marmeladen und Gelees können aus Beeren und Steinobst aus dem eigenen Garten hergestellt werden, ohne jede Konkurrenz bleibt dabei ein selbstgemachtes Johannisbeergelee. Ein Gelee aus Traubenkirschen ist allerdings auch eine feine Spezialität und wer einmal ein Apfel-Minze-Gelee aus der eigenen Küche probiert hat, möchte darauf nicht mehr verzichten. Für ein Apfel-Minze-Gelee benötigt man Apfelsaft, aus dem Dampfentsafter, und viel Pfefferminzkraut. Aus 200 ml sehr starkem Pfefferminztee und 800 ml Apfelsaft kocht man mit Gelierzucker ein Gelee. Manchmal wird im Rezept angegeben gehackte frische Minze zuzugeben, aber wir mögen das Gelee ohne die gehackte Minze. Es hält sich auch länger ohne Kräuterzusatz wenn man die heiße Geleemasse in Schraubgläser füllt und sofort verschließt. Im Winter, wenn die Kinder durchgefroren von draußen kommen, gebe ich einen Esslöffel Apfel-Minze-Gelee in eine Tasse und füge kochendes Wasser zu. Das Heißgetränk ist eine gute Variation zum Pfefferminztee. Zurück zum Thema Brotbelag, es ist wichtig darüber nachzudenken, wie man ein Zuviel an tierischen Fetten vermeiden kann. Purine, die in tierischen Lebensmitteln verstärkt enthalten sind, können die Gelenkfunktionen einschränken. Um Zivilisationskrankheiten wie Gicht, Arthritis und Rheuma vorzubeugen sollte man mehr auf gesunde Brotbelage zurückgreifen. Radieschen, Senfblätter und Meerrettichblätter regen mit ihrem Gehalt an Senfölen den Stoffwechsel an und schmecken herzhaft lecker.

Freitag, 15. Mai 2015

Bananeneis und Beereneis selber machen

Eine gute Idee für die Verwertung von großen Mengen Obst ist das Herstellen von Eiscreme. Ganz ohne großen Aufwand kann man eine leckere Eiscreme aus Obst und Sahne oder auch aus Obst und Milch zaubern. Die Kinder mögen gerne Bananen, manchmal werden diese aber doch braun und bleiben liegen. Wer solche überreifen Bananen auf der Obstschale hat, sollte diese rasch einfrieren. Geschält und in dicke Scheiben geschnitten sind sie die ideale Basis für Eiscreme, sobald sie durchgefroren sind. Ebenso können Erdbeeren, entkernte Kirschen, Pfirsiche ohne Haut oder Himbeeren für ein Eis die Grundlage bilden. Wichtig ist, dass die Obstsorten leicht in kleinere Teile gebrochen werden können und gut durchgefroren sind. Ich habe heute eine Gefrierdose mit etwa 1,3 kg reifen Bananen und zwei Päckchen H-Schlagsahne zu 200 ml in eine schmackhafte Eiscreme verwandelt. Dazu gab ich die Bananenscheiben in die Schüssel der Küchenmaschine mit dem Schlagmesser und fügte die Schlagsahne nach und nach mit ca 5 Esslöffel Puderzucker zu. Als die Masse nur noch wenige, größere Stücke an gefrorener Banane enthielt, entnahm ich die gut durchgerührten Mengen an Eiscreme, danach schlug die Maschine die restlichen Bananen gut durch. Mit der Bananeneiscreme servierte ich den bereits vorgebackenen Apfel-Zimt-Kuchen, ein Gedicht …. Ausgezeichnet eignen sich für dieses Dessert Waldhimbeeren oder Walderdbeeren, die ein herrliches Aroma mitbringen um die Sahne oder Milch (je nach gewünschtem Kaloriengehalt) zu aromatisieren. Zucker ist nicht immer nötig, bei sehr süßen Früchten kann man ihn reduzieren oder weglassen.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Eine interessante Seite für Gärtner und Selbstversorger

Einen Marktplatz für Gärtner und Selbstversorger findet man unter dem Link Bunte Ernte
, hier können alle Erzeuger ihre Produkte verkaufen und finden auch Angebote an Pflanzen und Saatgut, die auf dem professionellen Markt eher weniger sichtbar sind. Das Projekt wurde ohne kommerzielles Interesse initiiert. Ich finde die Idee sehr gut und werde die Website sicher auch nutzen.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Champignons im Gewächshaus

Pilze gedeihen häufig als Nebenprodukt in gut mit Mist und Kompost versorgten Böden. Das feuchtwarme Klima im Gewächshaus bietet sich für Pilze geradezu an. Da wir konsequent unsere pflanzlichen Abfälle auf den Kompost geben, kommen auch die Abfälle von Champignons dorthin. Das Myzel hat sich in der Komposterde unerwartet vermehrt und bekam als Düngung im Gewächshaus ausgebracht ein wunderbares Kleinklima. So wachsen nun seit Jahren immer wieder Champignons neben Salat und Gurken. Die Erde im Gewächshaus wird nicht ausgetauscht, ich gebe jedes Jahr angerotteten Kaninchenmist in die Beete als Düngung für Tomaten, Brokkoli und Gurken. Die Pilze wachsen schubweise und ich drehe sie vorsichtig aus der Erde. Unter diesem Link finden Sie ein leckeres Rezept für gefüllte Champignons. Neben den Champignons haben sich auch kleine Salatpflanzen der alten Gartensorte “Forellensalat” entwickelt. Mir war eine Pflanze im vorigen Jahr in Blüte gegangen und ich ließ sie aussamen. Während ich viele Samen erntete, fielen auch einige aus und keimten nun zwischen Mizuna und Schnittsellerie. Immer wieder kommt es vor, dass sich Wildkräuter oder Blumen im Gewächshaus entwickeln. Die hier gezeigte Malvenpflanze setze ich jetzt bald ins Freiland, im Frühling aber hat sie mit ihren gehaltvollen und gesunden Blättern unseren Spinat bereichert. Ich ernte neben den überwinterten Mangoldpflanzen auch Malvenblätter und jungen Giersch für einen herzhaften Spinat.

Donnerstag, 30. April 2015

April - Frisches Gemüse aus dem Gewächshaus

Im April macht es richtig Spaß im Gewächshaus zu ernten. Das biologisch angebaute Gemüse enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, die der Körper im Frühling dringend braucht. Die Stoffwechselvorgänge laufen wieder etwas schneller ab und werden durch die pflanzlichen Sekundärstoffe noch angeregt. Blattgemüse, Kräuter, aber auch überwintertes Wurzelgemüse sind in der Küche begehrt. Wer sich im Herbst einen Kasten mit Kräutern bepflanzt hat und im Gewächshaus oder Frühbeet überwintert, kann die Erntezeit um einige Wochen vorverlegen. Pfefferminze, Petersilie, Lauch von den Etagenzwiebeln und Schnittsellerie stehen jetzt täglich zur Verfügung. Überwinterte Sellerieknollen und Mangoldpflanzen bieten Blattgemüse und werden für die Anfang Mai einzusetzenden Gurken und Tomaten noch keine Platzkonkurrenz, da die Jungpflanzen der wärmeliebenden Arten sich erst entwickeln und noch wenig Platzbedarf im Beet haben. Den Sellerie nehme ich aus dem Beet, bevor er in Blüte geht. Die Knollen bleiben so frisch und trocknen nicht aus. Einige Kohlpflanzen überwinterten erfolgreich und treiben kräftig durch nach einer Gabe von Kaninchenmist.
Der Salat wird bei uns gern als Pflücksalat genutzt, so bleiben die Pflanzen lange in Ertrag und man nimmt nur den Frischbedarf ab und schont das Herz des Salats. Er treibt zuverlässig über Wochen immer wieder neue Blätter nach. Die Kinder lieben frischen Pfefferminztee, die Neuaustriebe im Gewächshaus sind bereits 20 cm hoch während im Freiland nur erste Austriebe sichtbar werden. Hier im Erzgebirge ist noch bis in den Mai mit Schnee und Frost zu rechnen. Vorgestern lag bei uns noch einmal eine richtige Schneedecke und die Forsythie bog sich mit ihren gelbleuchtenden Blüten unter einer schweren Last. Im Gewächshaus sind junge Tomatenpflanzen und erste Gurkenpflänzchen untergebracht, der durch die Verrottungswärme gut temperierte Boden schützt sie hoffentlich vor der Nachtkälte. Damit Verluste nicht zu schmerzhaft verkraftet werden müssen, ist es besser, auch einige Pflanzschalen noch im Haus auf dem Fensterbrett zu behalten. Auf den frisch angelegten Beeten gehen die Radieschen auf. Deutlich sichtbar ist die etwas grobe Komposterde, die eine gute Durchlüftung bietet. Für feines Saatgut müsste diese Erde gesiebt oder mit dem Rechen abgezogen werden, aber ich habe gute Erfahrungen mit dem Grobkompost, der auch auf dem Beet noch weiter Verrottungswärme abgibt und die nützlichen Bodenlebewesen anlockt. Diese Erde hält hervorragend Wasser und muss im Sommer nicht ständig gegossen werden. In der Küche habe ich aus der Gewächshausernte ein ganzes Menü zaubern können: - Kartoffelsuppe mit Schnittsellerie, Petersilie und Lauch - Mischgemüse aus Brokkoli und zarten Mangoldstielen - Spinat aus Mangoldblättern, Giersch und Brennnesselspitzen - Salat aus drei verschiedenen Pflücksalatsorten mit Zwiebellauch - Pfefferminztee Gut, die Beilage aus Nudeln wuchs nicht im Garten, allerdings hätten wir diese auch selbst herstellen können. Die Laufenten legen derzeit aber nicht, weil sie die Mauser gerade hinter sich bringen und ihr Federkleid für den Frühling wechseln.

Samstag, 11. April 2015

Beete im Frühjahr neu bestellen nach Brachliegen

Nach dem Brachliegen der Gemüsebeete während der Erkrankungen der beiden Pflegesöhne beginnt ein neues Gartenjahr mit viel Arbeit. Im vorigen Jahr war leider ein Anbau auf der ganzen Fläche nicht möglich, trotzdem wurden doch Erdbeeren gepflanzt und auch einige Gemüse im Freien gezogen. Das Gewächshaus und das Frühbeet waren natürlich gut belegt. Wir fangen nicht ganz bei Null an in diesem Jahr und freuen uns schon auf einige kulinarische Extras. Gestern leerten wir den reifen Komposthaufen auf zwei Beete, dort wurden Zuckererbsen, Puffbohnen, Steckzwiebeln, Pastinaken, Möhren, Radies, Salate, Kerbel, Rote Rüben und einige weitere Kräuter ausgesät und gesteckt. Die weißen Frühlingszwiebeln sind sicher bald eine Delikatesse für unsere Küche. Der Kompostbehälter bietet wieder Platz für alles alte Laub, Unkraut, Küchenabfälle und den Kaninchenmist. Man glaubt gar nicht, welche Mengen an Laub so ein Behälter auffängt, wenn Mist und Gartenabfälle dazwischen gestapelt werden. Schnell fällt eine Menge Laub von Buchen oder Eichen zusammen, wenn stickstoffreiche Abfälle mit ihnen geschichtet werden. Unser Kompost enthielt schwarze, duftende Erde, gut verrottet, weil er zwei Jahre gelagert war. Ich kam während der Krankheiten der Jungs nicht dazu, den Kompost auf die Beete zu verteilen. Jetzt sind wir natürlich hell begeistert von der Konsistenz: Laura und ich schaufelten fast 30 Schubkarren Kompost auf die Beetfläche. Der andere Behälter steht ebenso 2 Jahre ohne Entleerung oder Umschichtung, dieser wird zur Hälfte zwischen die Befüllung der leeren Kammer gefüllt, die unser gesamtes altes Laub auffangen soll, und zur Hälfte auf die Beete gebracht. Die Beete für die Frühkartoffeln werden mit Kaninchenmist abgedeckt. Damit haben wir begonnen und setzen das morgen fort. Es gibt zwei Methoden, brachliegende Flächen schnell wieder in fruchtbare Beete zu verwandeln. Man kann die Flächen mit Pappe und Kompost abdecken und so sofort besäen. Die Pappe verrottet schnell und wird später durchwurzelt. Bis dahin verhindert sie doch durch den Lichtentzug und die mangelnde Durchlüftung des Bodens eine Weiterentwicklung des Unkrautes. Oder man bringt viel Mist auf die verunkrauteten Beete und pflanzt Kartoffeln in die neue Anbaufläche. Beide Methoden locken Würmer und andere Tiere zur Zersetzung des organischen Materials an. Über die hübschen Kissenprimeln, die ich mit Danny 2012 gepflanzt habe, freuen wir uns sehr, sie haben sich gut vermehrt und blühen in pastellfarbenen Farben am Haus. Die frisch gepflanzten Primeln aus dem Blumenladen in Zwickau sehen etwas derangiert aus, der letzte schwere Schneefall hat sie bisschen mitgenommen

Freitag, 13. März 2015

Enteneier in der Küche nutzen

Unsere Laufenten haben wir einmal von einer Nachbarin übernommen, die ihr Haus aus Krankheitsgründen verkaufte. Die damals 7 Enten waren im Brutkasten ausgebrütet und dann in liebevoller Handaufzucht als Haustiere gehalten worden. Von diesen zahmen und anhänglichen Enten sind nur noch die beiden kräftigsten am Leben, Sakura und Naruto. Damit wir nicht einmal nur noch ein Entchen übrigbehalten, versuchten wir eine Naturbrut zuzulassen. Leider konnte Sakura, die sehr pflichtbewusst ihr Nest versorgte, keine Küken aus den Eiern herausbringen. Wahrscheinlich sind unsre beiden Enten schon zu alt und die Eier wurden gar nicht befruchtet. Die Kinder waren sehr enttäuscht darüber. Unser autistisches Kind hatte damit ein großes Problem, wir holten also 4 neue Enten, die nun auch ausgewachsen sind und fleißig im Garten nach Schnecken, Würmern und Käfern suchen. Seit Ende Januar legen die Laufenten wieder Eier, das milde Wetter regt den Bruttrieb an. Die Enteneier werden im Stall gelegt, dort stehen Holzkästen für den Nestbau bereit. Im frischen Stroh bleiben sie trocken. Häufig habe ich von Bedenken gehört, Enteneier in der Küche zu nutzen. Unsere Nachbarin verwendete die frischen Enteneier genauso wie Hühnereier, sie bereitete Spiegelei daraus oder kochte die Eier als Frühstückseier. Bei uns werden die Enteneier ausschließlich zum Backen verwendet, da ich einmal hörte, Enteneier müssten gut durcherhitzt werden. Weil wir häufig Kuchen backen sind die Eier immer sehr willkommen und werden in Rührkuchen, Obstkuchen oder Muffins genutzt. Die Laufenten zeigen eine sehr gute Legeleistung, abgesehen von den Wintermonaten finden wir jeden zweiten Tag pro weiblicher Ente ein Ei. Der Aufwand bei der Haltung ist gering. Während unsere Laufenten einen großen Schuppen als stall haben, sind bei einem Nachbarn die Enten in einem kleinen, nicht betretbaren Entenhaus untergebracht, welches gut isoliert ist. Für die Frostnächte im Winter haben wir eine Rotlichtlampe über dem Schlafplatz der Enten aufgehängt. Das ist ausreichend auch bei tiefen Temperaturen. Die Enten fressen bei uns neben den selbstgesuchten Schnecken und Insekten vor allem Gras und bekommen etwas eingeweichtes Weißbrot, das als Futterbrot vergeben wird, und einige Weizenkörner zugefüttert. Ich kenne allerdings eine Bäuerin, die ihren für den Weihnachtsverkauf aufgezogenen Enten gar kein Kraftfutter zufütterte. Diese Enten hatten ein riesiges Areal an Weidefläche und sie suchten sich dort ihr gesamtes Futter selbständig. Bei unseren kleinen Flächen wäre eine solche Haltung nicht möglich. Es ist also je nach Bedarf eine Zufütterung bei den Enten nötig. Etwas Kalk aus getrockneten Eierschalen bieten wir ihnen auch an und vor allem im Winter ist eine Eiweißgabe wichtig. Sie bekommen dann neben dem Weißbrot und Weizen auch ab und zu eine Dose Katzenfutter. Auslauf haben die Enten fast das ganze Jahr. Im Winter bei Frost schränken wir den Auslauf auf einige Stunden ein, bei Temperaturen unter -10 Grad Celsius bleiben die Enten im Stall. Sie haben dort aber viel Platz. Wichtig ist, den Enten auch im Winter ab und zu Zugang zu offener Erde zu geben. Sie benötigen Steinchen für ihre Verdauung, die sie unter unserem Schuppen auch bei starkem Schneefall finden.