Mittwoch, 13. Mai 2015

Champignons im Gewächshaus

Pilze gedeihen häufig als Nebenprodukt in gut mit Mist und Kompost versorgten Böden. Das feuchtwarme Klima im Gewächshaus bietet sich für Pilze geradezu an. Da wir konsequent unsere pflanzlichen Abfälle auf den Kompost geben, kommen auch die Abfälle von Champignons dorthin. Das Myzel hat sich in der Komposterde unerwartet vermehrt und bekam als Düngung im Gewächshaus ausgebracht ein wunderbares Kleinklima. So wachsen nun seit Jahren immer wieder Champignons neben Salat und Gurken. Die Erde im Gewächshaus wird nicht ausgetauscht, ich gebe jedes Jahr angerotteten Kaninchenmist in die Beete als Düngung für Tomaten, Brokkoli und Gurken. Die Pilze wachsen schubweise und ich drehe sie vorsichtig aus der Erde. Unter diesem Link finden Sie ein leckeres Rezept für gefüllte Champignons. Neben den Champignons haben sich auch kleine Salatpflanzen der alten Gartensorte “Forellensalat” entwickelt. Mir war eine Pflanze im vorigen Jahr in Blüte gegangen und ich ließ sie aussamen. Während ich viele Samen erntete, fielen auch einige aus und keimten nun zwischen Mizuna und Schnittsellerie. Immer wieder kommt es vor, dass sich Wildkräuter oder Blumen im Gewächshaus entwickeln. Die hier gezeigte Malvenpflanze setze ich jetzt bald ins Freiland, im Frühling aber hat sie mit ihren gehaltvollen und gesunden Blättern unseren Spinat bereichert. Ich ernte neben den überwinterten Mangoldpflanzen auch Malvenblätter und jungen Giersch für einen herzhaften Spinat.

Kommentare:

  1. Das ist ja fast schon Permakultur, Respekt! Laßt es Euch gut schmecken, so macht doch das Gärtnern noch mehr Spaß, wenn man erntet, was man gar nicht wissentlich gesät hat. Herrlich! Ich wünsch Euch einen schönen Feiertag.

    LG Petra K.

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  2. Danke für die Feiertagsgrüße, wir wünschen Dir und Deiner Familie auch einen erbaulichen Feiertag!
    Ja, manchmal muss man die Natur einfach machen lassen, ich liebe solche Nebeneffekte :) Die Kinder lernen daran auch natürliche Kreisläufe und Zusammenhänge. So ein Anschauungsmaterial, dass auch noch für die gesunde Ernährung ein Highlight ist, kann kein Buch ersetzen. Es gibt übrigens noch weitere solche Pilzbeete bei uns, die wir nicht absichtlich angelegt haben. Auf dem Gemüsebeet haben wir Riesenschirmlinge (Parasolpilze) und unter den Herbsthimbeeren wachsen herrlich viele Rotfußröhrlinge in dem jährlich mit Mist angereicherten Boden.

    LG Silvia

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