Sonntag, 15. November 2015

Schopftintlinge im November, Brotgewürz Wiesenbärenklau und ein Bild von Jo, wie die junge Taube badet

Die warme Witterung im November hat Pilze wachsen lassen, die wir sonst nur im Sommer gefunden haben. Schopftintlinge wachsen auf gedüngten Flächen, auf Wiesen und Brachen. Die sehr empfindlichen Pilze kann man nicht lagern, sie müssen sehr rasch verarbeitet werden. Die älteren Exemplare, wie im Bild zu sehen, lösen sich quasi in schwarze tintenähnliche Flüssigkeit auf. Man kann nur junge Schopftintlinge essen. Es ist wichtig, keinen Alkohol zu dem Pilzgericht zu servieren, da die Pilze in Zusammenhang mit Alkoholgenuß als leicht giftig wirkend eingeschätzt wurden. Die weißen Fruchtkörper schießen quasi innerhalb weniger Stunden aus dem Boden. Wo man einen Pilz abgeschnitten hat, kommen oft nach zwei Tagen drei weitere hervor. Es lohnt also, sich die Stellen zu merken, wo Schopftintlinge wachsen. Der Wiesenbärenklau ist eine sehr nützliche Pflanze. Man kann junge Blätter als Gemüse essen, das ist allgemein bekannt. Aber auch die Samen sind sehr lecker als Brotgewürz. Wir haben uns angewöhnt, unser Brot selbst zu backen, zumindest den Großteil davon. Es gibt sehr gute Backmischungen in den Supermärkten, zum Beispiel ist die Auswahl bei Lidl eine gute Alternative zu selbst gemischten Brotbackmehlen. Man muss schon einige Rezepte ausprobieren bis man seine Favoriten kennt. Bücher über Brot und Brötchen haben wir auch im Haus, wir experimentieren gern. Wenn es aber schnell gehen muss und unkompliziert ablaufen soll, dann kaufen wir Brotbackmischungen. Wir haben hier bei unserem Lidl-Markt verschiedene Mischungen zur Auswahl: Ciabatta-Brot, Bauernbrot, Sonnenblumenkernbrot, rustikales Bauernbrot. Mit einigen Samen und Gewürzen peppen wir unser Brot auf. Es ist ja wichtig, dass den Kindern auch ihr Pausenbrot schmeckt. Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Kürbiskerne, Anis, Fenchelsamen oder die selbst gesammelten Samen des Wiesenbärenklau geben dem Brot immer neue Geschmacksrichtungen. Zwiebelbrot, Kümmelbrot, Schinkenbrot oder Kräuterbrot sind Alternativen in der Geschmacksgebung. Jede Brotbackmischung kann auch in der Muffinform aufgeteilt zu attraktiven kleinen Brötchen gebacken werden. Solche Brötchen sind besonders mit einer Käseplatte kombiniert auch eine schöne Idee für eine Party. Bei der Zugabe von getrockneten Samen des Wiesenbärenklaus ist darauf zu achten, dass die Samen entweder geschrotet werden oder im Teig mit den anderen Zutaten im Küchengerät gut zerkleinert werden. Sie schmecken sonst zu sehr vor. Die Dosierung ist daher auch eher sparsam anzusetzen. Hier in den aktuellen Bildern ist auch ein Bild von Jo, unserer jungen, behinderten Taube zu sehen. Sie muß öfters baden, da sie durch das behinderte Beinchen auf dem Boden des Käfigs sitzt und nicht hochfliegen kann. Danny beobachtet die Tiere gern.

Kommentare:

  1. Vom Wiesenbärenklau hab ich schon viel Gutes gehört, ihn aber hier noch nirgendwo gesehen und seitdem ich im Wald den gefleckten Schierling in Massen entdeckt habe, trau ich mich auch gar nicht so an die Samen ran, aus Angst davor, die Pflanzen zu verwechseln. Wahrscheinlich müsste mir mal jemand den Wiesenbärenklau in natura zeigen, dann würde ich vielleicht die Unterschiede entdecken. Kommt Zeit, kommt Rat!
    Junge Schopftintlinge nehme ich auch, hab sie dieses Jahr hier auch mal gefunden. Du hast mich dabei übrigens auf die Idee gebracht, jetzt, wo es hier endlich mal kräftig geregnet hat, nochmal in die Pilze zu gehen. Mal sehen, ob man noch was findet.

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    1. Ja, das glaub ich Dir, dass die Angst vor dem giftigen Schierling von Experimenten abhält. Wir haben eine riesige Wiese gefunden auf der der Wiesenbärenklau wächst. Dort holen wir immer einige Blätter für unsre Kaninchen und so können wir auch den Wiesenbärenklau in seinem Wachstum beobachten und die verschiedenen Entwicklungsstadien der Pflanze nutzen. Sehr junge zarte Blätter wandern mit in den Eintopf oder Spinat, die Samen sammeln wir als Brotgewürz. Man braucht nicht viel davon, wenn Du also Samen haben möchtest, die kann ich Dir schicken. Dann bist Du auf der sicheren Seite, wenn sie im Garten wachsen. Seid ihr denn schon umgezogen?
      Hier war nun Frost, es ist mit den Pilzen erstmal vorbei. Aber da wir wieder im Haus renovieren, hab ich auch nicht viel Zeit für den Wald. Die Holzfenster hab ich fertig verglast, verkittet und gestrichen und das letzte Außenfenster gestern abend eingehängt. Heute schneit es bei uns :)
      Liebe Grüße
      Silvia

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