Montag, 23. Juni 2014

Wer sucht Wohngruppe für autistische Menschen in Sachsen?

Es ist soweit: Ab August 2014 bietet mein Team für autistische Jugendliche und junge Erwachsene ein ambulant betreutes Wohnen an. Hier in unserem “Kinderreich” sind die Kinder nun herangewachsen und weil auch für die beiden Jungs, die bereits bei uns betreut werden als Pflegekinder, eine gute Perspektive über die Grenze zum Erwachsenwerden hinaus gesucht wurde, bauten wir einen Flur im Haus als separate Wohneinheit aus für eine Gruppe behinderter Bewohner. Da meine Spezialisierung im Studium auf Autismus lag und ich seit 17 Jahren Erfahrungen sammeln durfte mit Kindern, deren Diagnosen im Bereich des Autismusspektrums anzusiedeln sind, möchte ich gerne weiteren autistischen Jugendlichen hier ein Zuhause geben. Wer sich für einen solchen Platz für sich selbst oder für sein Kind interessiert, kann uns einfach schreiben oder uns anrufen. Es ist möglich, eigene Möbel mitzubringen oder mit uns das Zimmer zu gestalten.
Wir planen auch Arbeitsplätze für autistische Jugendliche zu schaffen, es geht dabei um die Vermehrung und den Verkauf von Zimmerpflanzen, Kakteen und Sukkulenten sowie um die Herstellung von handgefertigten Strickwaren und textilen Geschenken. Wer beim Vertrieb helfen kann, ist uns ebenfalls herzlich willkommen.
Besichtigungen der Zimmer sind ab sofort möglich, wir nehmen Anmeldungen entgegen für derzeit 8 Wohnplätze in freundlichen hellen Doppelzimmern und helfen bei der Beantragung des persönlichen Budgets.
Betreuungsdienst “Samaria”
Inhaber Silvia Harnisch
Ringstraße 14
08289 Schneeberg
Tel. 03772/373736
PS: Die Kontaktaufnahme mit uns erfolgt am Besten per Mail an silviaharnisch@yahoo.de. Das Lieblingsziel unsres autistischen Kindes ist momentan das Festnetztelefon.

Dienstag, 3. Juni 2014

Liebster Award - eine Überraschung

Ich war sehr überrascht, dass mein Blog von Vera Carius die Nominierung für den Liebster Award bekommen hat. Eigentlich schreibe ich in mein Blog nur alle die Rezepte und Tipps auf, von denen ich denke, sie könnten andere auch ein wenig neugierig machen auf die verschiedenen Möglichkeiten, die Natur für die Ernährung zu nutzen. Es erinnert mich ein wenig daran, wie meine Tochter sich Rezepte in ein kleines Notizbuch schrieb, das die Familienlieblingsgerichte zusammenfasste. Das Blog ist nichts Weltbewegendes, es enthält Tipps für praktisches Gärtnern und für das Kräuter-, Pilze- und Wildobstsammeln. Nicht alles kann ich auch jedes Jahr so umsetzen, wie ich möchte. Sehr häufig waren die Kinder erkrankt oder eben auch mental aus der Balance, das ist so mit mehreren Kindern, besonders mit behinderten Pflegekindern in der Familie. Dann liegen die Prioritäten bei den Kindern. Auch jetzt bin ich dabei, den Garten nach einigen Querelen wieder aufzuarbeiten und freue mich darüber, wenn meine Großstauden doch die Zeit der Nachlässigkeit überlebten. Deshalb gab es nun wenige aktuelle Posts. Umso mehr freue ich mich über die Nominierung. Danke, liebe Vera!
Die Antworten auf Veras Fragen an mich:
1. Wie kamst du auf die Idee für dein Blog?
Ich wollte über etwas schreiben, dass für mich einfach ganz normal ist und uns täglich beschäftigt. Was gibt es da Wichtigeres als eine gesunde Ernährung für die Familie?
2. Worüber schreibst du in deinem Blog am liebsten?
Über unsere Tiere schreib ich gern, aber ich begeistere mich auch für Pflanzen, selbstgezogene und besonders die exotischen Gewächse.
3. Gibt es Themen, die dir besonders am Herzen liegen und über die du unbedingt schreiben musst?
Ich würde manchmal auch gern über Probleme schreiben, die die Kinder bewegen. Vieles fällt aber unter den Datenschutz. Also versuche ich, die positiven Aspekte zu betonen, die unseren Alltag bestimmen. Gesundes Essen und leckere Rezepte halten schließlich Leib und Seele zusammen. Ein Thema beschäftigt mich sehr, gehört aber thematisch nicht in mein Blog. Der Auslandstierschutz liegt mir am Herzen, ich habe versucht zu helfen, auch wenn es Tropfen auf den heißen Stein sind in Anbetracht der schlimmen Lage der Tiere. Zwei Hunde haben wir aufgenommen, bei einem bin ich Pate und ab und zu spenden wir etwas. Europa benötigt ein einheitliches Tierschutzgesetz und Politiker, die sich für Tierrechte einsetzen.
4. Bist du ausschließlich BloggerIn oder schreibst du auch sonst, ist es vielleicht sogar dein Beruf?
Ich schreibe auch Artikel für Pagewizz, arbeite für verschiedene Portale als Auftragstexter und habe einige Buchprojekte begonnen.
5. Wofür bist du deinen Eltern (oder den Menschen, die dich erzogen haben) besonders dankbar?
Das sage ich mal mit Paulo Coelho:

Ich danke allen, die mich verletzt haben

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.
Ich danke allen, die mich belogen haben;
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
Sie haben meinen Mut geweckt.
Ich danke allen, die mich verlassen haben;
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
Sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.
Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben, so wie ich bin;
Sie geben mir die Kraft zum Leben!
Danke.
Paulo Coelho
6. Was war dein Traumberuf als Kind?
Ich wollte schon immer ein Kinderheim aufbauen.
7. Was war dein Lieblingsfach in der Schule und was hast du gar nicht gemocht?
Ich mochte so ziemlich alle Fächer, mit Ausnahme von Sport. Das hatte aber eher etwas mit meiner Schüchternheit zu tun. Eigentlich schwimme ich gern oder spiele Federball....
8. Nehmen wir mal an, Geld spielt keine Rolle, wohin würdest du sofort reisen?
An die Ostsee in ein ruhig gelegenes Ferienhaus in der Nähe eines guten Fischrestaurants würde ich fahren. Aber nur mit Hund.
9. Wann bist du am kreativsten?
Abends, wenn die Rasselbande schläft oder einschlafen soll, schreibe ich.
10. Was machst du in deiner Freizeit am liebsten?
Ich gehe täglich mit den Kindern und den Hunden in die Natur. Ich liebe Pflanzen und sammle viele Arten. Ansonsten sind es die Handarbeiten, die ich zur Entspannung mache. Ich lese auch gern, aber es fehlt die Zeit.
11. Was liest du, wenn du entspannen möchtest?
Jules Verne, englische Literatur, Klassiker, Astrid Lindgren
So gebt ihr den "Liebster Award" weiter:
1. Verlinkt die Person, die euch nominiert hat? In diesem Fall mit: Selbstversorgung für Genießer
2. Beantwortet meine elf Fragen.
3. Wählt Blogs aus und nominiert diese.
4. Teilt den Bloggern mit, dass ihr sie nominiert habt.
5. Denkt euch elf Fragen aus, die ihr den Bloggern stellt, die ihr nominiert habt. Viel Freude dabei!
Ich nominiere für den Liebster Award:
Rebecca Haertel Berlinstadt-Berlinleben Blog
Heike Nedo Bienen Blog
Sandra-Maria Erdmann Kinder Küche Blog
Meine Fragen an die Nominierten:
1.Welche Lieblingsthemen beschäftigen dich immer wieder?
2.Welchen Wunsch möchtest du dir unbedingt erfüllen?
3.Was war dieses Jahr das schönste Ereignis für dich?
4.Welchem Buch aus deinem Regal kannst du nicht widerstehen, welches ist dein persönlicher Begleiter?
5.Wie sieht dein Traumurlaub aus?
6.Was würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?
7.Was würdest du ändern, wenn du Deutschland regieren würdest?
8.Nehmen wir an, es ist Fastenzeit. Worauf könntest du nicht verzichten?
9.Welcher Nervenkitzel bringt dich auf 180?
10.Schreibst du neben dem Blog in anderen Medien?
11.Was würdest du als deinen Beruf bezeichnen?

Donnerstag, 22. Mai 2014

Avocado-Creme als Brotaufstrich

Eine Avocado-Creme eignet sich gut als Brotaufstrich, der im Gegensatz zu Marmelade oder Honig nicht ganz so süß schmeckt. Die frische Creme bietet Abwechslung auf dem Tisch und bringt mit den vitaminreichen Inhaltsstoffen der Avocado einen Beitrag zur gesunden Ernährung. Für diese einfache Creme verwende ich eine Avocado und einen Esslöffel Honig. Die Avocado wird mit einem Messer rund um den großen Kern aufgeschnitten und dann mit dem Löffel das Fruchtfleisch herausgeholt. Dieses Fruchtfleisch gibt man mit einem Esslöffel Honig in den Mixer und schlägt die Masse bis sie eine einheitlich cremige Konsistenz hat. Die Creme sollte entweder sofort frisch verbraucht werden oder in eine festschließende Schüssel mit Deckel gegeben werden, die im Kühlschrank für einen Tag aufbewahrt werden kann. Dazu eignet sich ein Behälter von Tupperware sehr gut. Oberflächliche Verfärbungen der Creme sind bei einer Lagerung normal und können einfach vor Verzehr untergerührt werden. Die Kinder nennen den Brotaufstrich “Frosch” wegen seiner erstaunlich grünen Farbe. Unser Avocado-Bäumchen ist bereits wieder ein Stückchen gewachsen. Den Kern geben wir wieder in die Erde zur Anzucht eines neuen Avocado-Baumes
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Dienstag, 20. Mai 2014

Holundersekt und Fichtennadelsirup ansetzen, Spitzwegerich für den Tee trocknen

Heute war unser Waldspaziergang wieder für das Kräutersammeln sehr erfolgreich. Neben einigen Bündeln Spitzwegerich, die nun zum Trocknen am Backofen hängen, pflückten wir die ersten Holunderblüten und eine Menge Fichtenaustriebe. Zwei Weißbrote mit getrockneten gerebeltem Oregano backen noch im Ofen, den Kräuterbündeln wird die sanfte Wärme an der Backofentür den Trockenvorgang beschleunigen. Spitzwegerich wirkt gegen Husten und wird von uns in großen Mengen gesammelt. Pfarrer Kneipp empfahl dieses Kraut auch an die Suppe zu geben, im Wechsel mit getrockneten Brennnesseln. Die Holunderblüten habe ich in einem 12-Liter-Topf zu Holundersekt angesetzt. Dazu verwendete ich auch die erste Zitrone von meinem Zitronenbaum. Diese große Frucht zu ernten war ein duftendes und aromatisches Erlebnis. Einfach nur lecker, ich hab vom Fruchtfleisch gekostet, es war nicht so sauer wie das von gekauften Zitronen, wahrscheinlich, weil ich die Früchte recht lange am Baum hängen ließ und sie gut ausreifen konnten. Jetzt steht das Bäumchen aber wieder in voller Blüte und soll neue Früchte ausbilden. Die Kerne der Zitrone pflanze ich morgen ein. Die gesammelten Fichtennadeln sind mit Zucker schichtweise in ein großes Schraubglas gefüllt und mit dem Holzlöffel gleichmäßig festgedrückt worden. Bis morgen setzt sich sicher schon der erste Saft ab. Im Winter geben wir den Fichtennadelsirup in den Tee, wenn jemand unter Husten leidet.

Sonntag, 18. Mai 2014

Avocado-Baum Anzucht

Die Anzucht der Avocado-Bäumchen zeigt einen ersten Erfolg. Vor vielen Jahren hatte ich bereits einmal einen sehr großen schönen Avocado-Baum selbst herangezogen. Die glänzenden dunklen Blätter bieten einen sehr extravaganten Anblick. In wenigen Monaten wächst so ein Bäumchen zu einem imposanten Ziergewächs heran. Ich habe mehrere Versuche mit den großen Kernen der Avocado gestartet, im Wasserglas und nun auch in normaler Blumenerde. Die riesigen Samen keimen unregelmäßig und erst nach einigen Wochen. Ich habe sie zur Hälfte in die Erde gesteckt und diese nicht zu feucht gehalten. Jetzt zeigt sich der erste Austrieb und wächst auch zügig in die Höhe. Mit seinen etwa 10 Zentimetern Länge beeindruckt der Sämling, den ich erst vor einer Woche bemerkte. Ein interessantes Projekt für die Kinder, die den Sämling nun oft betrachten.

Samstag, 26. April 2014

Saft aus Japanischem Staudenknöterich

Der Japanische Staudenknöterich bietet weitere Verwendungsmöglichkeiten. Mit dem Dampfentsafter wird das ganze Kraut genutzt und ein vitaminreicher Saft hergestellt. Dazu ist nur wenig Mühe nötig. Die Sprossen des Staudenknöterichs werden nur gewaschen und in Stücke geschnitten, es ist kein aufwändiges Schälen nötig. Im Dampfentsafter angesetzt, der bis zum Rand gefüllt wird, mit einem Pfund Zucker, das obenauf gestreut wird, entsteht ein heller Saft nach etwa einer Stunde Kochzeit. Den Saft füllt man so heiß, wie er aus dem Dampfentsafter austritt in Schraubflaschen ab. Er bleibt einige Monate haltbar. Mit Mineralwasser verdünnt und mit Eiswürfeln serviert bietet dieses Konzentrat einen erfrischenden Sommer-Drink.

Dienstag, 8. April 2014

Marmelade aus Japanischem Staudenknöterich

Der erste Test in der Küche mit dem Japanischen Staudenknöterich verlief zufriedenstellend. Die jungen zarten Stängel des im April austreibenden Neophyten erntet man durch ein Wegbrechen an der Basis und schält die noch blattlosen Triebe ähnlich dem Rhabarber von der Blattbasis bis zur Triebspitze. Man kann die Schale gut abziehen. Die Stängel schnitten wir in etwa 1,5 cm lange Stücke und mischten sie nach dem Gewicht im Verhältnis 2:1 mit Gelierzucker. In unserem Fall waren das 600 Gramm Knöterichstücke und 300 Gramm Gelierzucker 2:1. Beim Erhitzen stellte sich heraus, dass die Stängel zwar Saft abgaben, aber die Pflanzenteile nicht wirklich weich oder glasig wurden. Wir gaben sie nach 2 Minuten Kochzeit kurz in die Küchenmaschine und mixten sie mit dem aufgelösten Gelierzucker. Nach einer weiteren Kochzeit von etwa 6 Minuten bekam die Marmelade die richtige Konsistenz und wurde in zwei Schraubgläser heiß eingefüllt. Die Geschmacksprobe nach dem Erkalten überraschte mit einem Aroma wie Rhabarber. Haltbar ist diese Marmelade einige Monate im verschlossenen Glas. Sie sieht grün aus wie gekochter Spinat, man würde niemals glauben, dass man einen süßen Brotaufstrich vor sich hat. Bezüglich des Geschmackes hat sie Vorteile gegenüber anderen Marmeladenarten, sie ist nicht zu süß durch die frische Säure des Knöteriches.